Bestandsgeschichte

Bereits seit 1946 trafen Dokumente zu Todesmärschen, ihren Auswirkungen und zu Grabstellen unbekannter Toter beim ITS bzw. bei seinen Vorgängerorganisationen im Central Tracing Bureau in Arolsen und den Zonensuchbüros ein, welche daraufhin teils auch bereits Ermittlungen anstellten. Im Zuge der Zentralisierung aller Suchtätigkeiten beim ITS in Arolsen wurde dann im April 1950 im Bereich des „Record Branch“ unter dem Namen „Attempted Identification of Unknown Dead“ ein Programm zur Lokalisierung der Grabstellen unbekannter Toter und der Identifizierung dieser Menschen initiiert. Die meisten Grabstellen standen in direktem Zusammenhang mit Todesmärschen der KZ-Häftlinge in der Endphase des Krieges, so dass ihre Identifikation einen Teil zur Rekonstruktion des Verlaufs dieser sogenannten „Evakuierungsmärsche“ beitrug. Im Kontext einer erneuten Reorganisation des ITS, dessen Leitung 1951 von der IRO auf die HICOG überging, wurde das Programm noch vor seiner Vollendung eingestellt. Die vorliegende Dokumentensammlung bildet demzufolge einen laufenden Arbeitsprozess ab. Bis 1969 wurde der Bestand partiell erweitert, wobei die hinzugekommenen Dokumente nicht unbedingt aufgrund des Schwerpunkts Todesmärsche, sondern aufgrund der thematischen Nähe zu dem Komplex „unbekannte Tote“ beigefügt wurden.

Digitale Kopien

Digitale Kopien der ITS Sammlungen existieren bei: Archives de l'État en Belgique, Brüssel, Belgien Archives Nationales, Pierrefitte-sur-Seine, Frankreich Yad Vashem, Jerusalem, Israel Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance, Luxemburg Instytut Pamięci Narodowej (IPN), Warschau, Polen US Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington, D.C., USA The Wiener Library, London, Vereinigtes Königreich